Dienstag, 13. Mai 2014

[Kathy] Rezension - Die Welt, wie wir sie kannten von Susann Beth Pfeffer (Taskchallenge)












Taschenbuch: 412 Seiten
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch, Endzeitroman, Katastrophenroman
Preis: 9,99 Euro


Kurzbeschreibung

Was zählt, wenn jeder Tag der letzte sein könnte? Was, wenn die Welt über Nacht nicht mehr so ist, wie wir sie kannten? Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft der Abend ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Über Nacht gerät die Welt aus den Fugen; Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Und Miranda und ihre Familie müssen lernen, dass bei großen Katastrophen gerade die kleinen Dinge zählen: Feuerholz, Klopapier, eine Dose Bohnen, Aspirin. Und dass sie alle zusammen sind.


Story
Bevor ich das Buch anfing, dachte ich, mich erwarte eine Geschichte voller Chaos. Tod, Tsunamis, Weltuntergang. Und ich dachte vorallem an die ganzen schlechten Katastrophenfilme, die man so regelmäßig im TV begucken konnte.
Aber es kam anders. Susan Beth Pfeffer hat hier ein überwiegend realistisches Buch angefertigt. Man begleitet Miranda ein Jahr lang durch das Jahr an dem die Welt sich zu der Welt veränderte, die die Familie nicht kannte.
Zum Zeitpunkt des Einstiegs lebte Miranda mit ihrem kleinen Bruder Jonny (ungefähr 13 Jahre) und ihrer Mutter in einem Haus in einer ruhigen Stadt, besuchte die Schule und ging ihren Hobbies nach. Ihr großer Bruder Matt (ungefähr 19 Jahre) lebte in einer anderen Stadt, um dort aufs College zu gehen und ihr Vater lebte einige hundert Kilometer weit entfernt mit seiner neuen Frau, die gerade ein Kind erwartet.
Alle hatten sich auf den Moment, in dem der Asteroid auf dem Mond einschlägt, gefreut und dann gerät plötzlich der Mond aus seiner Umlaufbahn und die Katastrophen nehmen ihren Lauf.
Natürlich findet man Katastrophen, aber Susan Beth Pfeffer ist dabei bei Miranda und ihrer Familie geblieben, man erfährt nebenbei durchs Radio oder durch den Fernseher wie es in den anderen Staaten und vorallem an den Küstenregionen ist, aber nicht alle sind sofort tot.

So schreibt Miranda das ganze Jahr über Tagebuch und schildert von dem Beginn der Katastrophe, wo die Mutter die Kinder noch in die Supermärkte schleppt, um dort Hamstereinkäufe zu machen und endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Familie wirklich am Ende ist.
An einigen Stellen schrieb Susan Beth Pfeffer wirklich sehr emotional, so dass mir das ein oder andere Mal die Tränen kamen.

Teilweise fand ich die Story aber auch langatmig, mir fehlte halt doch einfach ein bisschen die Spannung.

Charaktere

Die Charaktere des Buches sind wirklich ausdrucksstark. Endlich mal ein Buch, das nicht so von Charakteren wimmelt, in dem es aber dennoch nicht langweilig wird.
Miranda ist meine Heldin in dem Buch. Sie entwickelt sich vom launischen Teenager, der von seiner Mutter gar nicht hören will, wie schrecklich diese ganze Katastrophe eigentlich ist, zur jungen, erwachsenen Frau, die Verantwortung für sich, ihre Handeln und ihre Familie unternimmt. In jeder Lebenslage und vorallem in dieser schwierigen nimmt sie zum letzten Drittel des Buches viele Hürden und zeigt, wie sehr sie an der Lage gewachsen ist.
Die Mutter nervt teilweise, aber sie ist auch sehr realistisch und erkennt die Lage bevor es die anderen tun.
Matt tut mir Leid - er übernimmt die meisten Aufgaben in der Familie und hat die Rolle des Vaters übernommen, aber auch er wächst mit seinen Aufgaben und hält die ganze Familie eng zusammen.
Jonny ist anstrengend, naiv und kindlich, aber er ist eben auch erst 13.


Außer der Nachbarin, die wirklich herzallerliebst und vorallem nach ihrem Tod sehr wichtig für das Buch wurde, sind die anderen Charaktere eher nebensächlich und unwichtig.


Schreibstil

Susan Beth Pfeffer schreibt einfach, aber bildhaft. Sie schreibt aus Mirands Sicht in Tagebuchform, was ich vorallem recht schwierig empfand, weil man die Dinge eben so nacherzählt bekam und nicht mitten dabei war. Dennoch wirkt es durch die Tagebuchform aber total realistisch.

Cover

Das Cover ist sehr nah am Buch und trifft wirklich die komplette Story.

Fazit 
Wer ein realistisches, nicht so spannendes Katastrophenbuch möchte ist hier genau richtig - mir hat der besondere Kick gefehlt.



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