Dienstag, 13. Mai 2014

[Sandra] Rezension - Flavia de Luce 4 Vorhang auf für eine Leiche von Alan Bradley



Inhalt:
Flavia de Luce und ihre Familie stehen kurz vor dem finanziellen Ruin. Da tut sich plötzlich eine unverhoffte Geldquelle auf: Eine Filmcrew will ihren Familiensitz für Dreharbeiten nutzen. Vom Glamour angelockt, strömen Schaulustige nach Buckshaw, um den Star des Ensembles zu sehen, die berühmte Diva Phillys Wyvern. Doch der Abend nimmt eine schreckliche Wendung: Eine Leiche wird gefunden – erdrosselt mit einem Filmstreifen. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen tosenden Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Der findigen Hobbydetektivin Flavia ist klar: Der Täter muss sich unter den Gästen befinden. Unverzüglich beginnt sie mit ihren Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des skrupellosen Mörders.





Meinung:
Auch dieser Teil der Flavia-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Dennoch war er meiner Meinung nach anders als die vorherigen Teile. Diesmal gibt es mehr Rahmenhandlung, es dauert ein bisschen länger, bis die Leiche auftaucht und auch Flavias Ermittlungen fallen knapper aus. Trotzdem hat mich dieses Buch wieder bestens unterhalten! Es hat den Flavia-typischen Humor, es geht ferner um Flavias chemische Experimente (mit denen sie diesmal versucht den Weihnachtsmann zu fangen) und man erfährt in diesem Band mehr über Dogger und Tante Felicity. Letztere soll wohl in den nächsten Bänden angeblich eine größere Rolle spielen. Die de-Luce-Schwestern sticheln sich immer noch gegenseitig an, verhalten sich aber - vielleicht wegen Weihnachten - diesmal nicht ganz so grausam.
Die Charaktere sind also im Großen und Ganzen die der vorherigen Bände, nur dass diesmal auch ein Filmteam dazukommt.
Spätestens ab diesem Teil sollte man aber die vorherigen Flavia-Bücher gelesen haben, weil hin und wieder Bezug zu ihren früheren Ermittlungen genommen wird.
Vor kurzem habe ich irgendwo gelesen, dass der Autor Alan Bradley versucht, den Ermittlungen mehr Hintergrundgeschichte zu verleihen - es soll also nicht nur um die Ermittlungen gehen, sondern auch private Hintergründe und generell mehr Story enthalten und ich denke, das ist ihm gelungen. 



Fazit:
Auch im 4. Teil der Flavia-de-Luce-Reihe, der in der Weihnachtszeit spielt, hat die Familie wieder große Geldsorgen. Diesmal kommt die finanzielle Rettung in Form eines Filmteams, das auf Buckshaw einen Film mit der weltberühmten Phillys Wyvern drehen möchte. Da das Kirchendach des Ortes eine Sanierung nötig hat, bittet der Vikar um eine Benefizvorstellung welche im Anwesen der de Luces stattfindet. Die ganze Umgebung besucht Buckshaw um einen Blick auf die berühmte Phillys Wyvern zu erhaschen und schon bald gibt es eine Leiche - erdrosselt mit einem Filmstreifen... Da Buckshaw durch einen sehr starken Schneesturm komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, macht sich Flavia schnell wieder selbst an die Arbeit und fängt an zu ermitteln... 

Ein Flavia-de-Luce-Krimi wie wir ihn kennen und lieben, diesmal aber mit mehr Story drum herum und weniger Ermittlungsarbeit. Ich fands wie immer gut - 4 von 5 Sternen!



Kommentare:

  1. Ich hatte die Flavia Bücher schon fast vergessen, das Letzte hatte ich vor 1,5 Jahren gelesen. Durch den Blog kam ich jetzt wieder darauf. Die Rezension macht Lust aufs Lesen, hoffentlich kann ich mir das Buch bald leisten. Bin gespannt auf weitere Rezensionen.

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    1. Das freut mich =)
      Ach, ich find die Flavia-Bücher einfach super :D Normalerweise mag ich Krimis eigentlich gar nicht, aber diese Bücher sind einfach was ganz anderes.
      Liebe Grüße!
      Sandra

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  2. Ich hab bisher den ersten Band der Flavia Reihe gelesen, aber konnte mich echt schlecht damit anfreunden. Mir fiels echt schwer. Nun bin ich durch Sandra auch wieder drauf gekommen - mal gucken, vllt trau ich mich einfach nochmal dran.
    Liebe Grüße
    Kathy

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    1. Der erste Band hat mich auch bei weitem nicht so überzeugt wie die folgenden. Obwohl ich auch dort die Charaktere schon sehr sympathisch und witzig fand, deshalb hab ich überhaupt erst weiter gelesen. Meiner Meinung nach hat der erste Band das Problem, dass man sich die beschriebenen Orte irgendwie ganz anders vorstellt. Das hat in meinem Kopf einfach nicht so funktioniert, wie es Alan Bradley glaube ich beschreiben wollte.
      Aber das ist in den weiteren Bänden viel besser und der 2. ist, finde ich, bislang der beste Teil.

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  3. Hallo Sandra,
    ich habe die Reihe bis jetzt nur bis Band 3 gelesen, aber Band 4 liegt auf dem SuB. Deine Rezi sorgt wohl dafür, das es etwas Höher im Stapel wandert
    LG Nadine

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