Mittwoch, 18. Februar 2015

[Kathy] Rezension - Atemnot von Ilsa J. Bick





















Kurzbeschreibung:
Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten.
Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung sagt so gut wie NICHTS über den Inhalt aus. Ich habe etwas ganz anderes erwartet, ein Thriller, ein schreckliches Buch, in denen Jenna das Böse wird, aber bekommen habe ich etwas anderes.
Sie erzählt aus ihrer Sicht diese Geschichte. Bob, ein Polizist, bittet sie am Anfang des Buches ihre Geschichte auf ein Aufnahmegerät zu sprechen und so beginnt dann diese Geschichte. Jenna ist ein Mädchen, das schon sehr sehr viel durchgemacht hat. Sie wechselt nach einem Klinikaufenthalt an eine andere Schule, weil ihre Eltern der Meinung sind, sie bräuchte einen Wandel. Dort angekommen hilft ihr Mr Anderson, ihr Chemielehrer, durch diese schrecklichen Schultage, zeigt ihr was sie kann und steht ihr zur Seite.
Die Geschichte hat immer wieder Spannungspunkte, bei denen ich mich jedes Mal wieder fragte, wie es sein kann, dass ich es nicht geahnt habe, dass es soweit kommen konnte. Aber andererseits war sie auch etwas langgezogen und simple.
Das Ende vor dem Ende hat mich überrascht und ich wusste überhaupt nicht, was jetzt richtig und was falsch ist. Das Ende war traurig und zugleich irgendwie realistisch. Schade nur, dass es tatsächlich etwas offen geblieben ist, was vielleicht aber auch irgendwie gut war.
Die Charaktere waren mir eher unsympatisch, aber oftmals gibt es solche Bücher, in denen die Charaktere tatsächlich solche Charaktereigenschaften haben und das Buch eben so erzählt wird.
Jenna ist ein Mädchen, das viel viel durchgemacht hat, aber halt auch psychisch etwas labil war. Sie hat viele Dinge einfach nur schwarz gesehen, ohne mal das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Mr Anderson war der Retter in der Not, aber auch er war mir eher unsympatisch, weil ich nicht wusste, ob er gut oder böse war.
Ihre Eltern, die waren durch und durch grauenvoll. Der Vater denkt nur an seine Arbeit, die Mutter nur an ihren Alkohol.
Die anderen Nebencharaktere kamen nur selten vor und waren dadurch eher unwichtig.

Diese Art des Erzählstils hat mir unheimlich gut gefunden. Die Kapitel sind mit Zahlen und dann mit Buchstaben versehen (1a, b, c) und Jenna spricht oft Bob direkt an, wenn sie ihm etwas erzählt. Der Schreibstil war irgendwie gewöhnungsbedürftig, so dass ich auch nicht komplett in die Geschichte reinkam und dieses Buch nicht am Stück lesen konnte, sondern dazwischen immer mal wieder ein anderes Buch zur Hand nehmen musste.
Das Cover ist passend zur Geschichte und auf jeden Fall ein Blickfang.

Fazit:
Eine Geschichte, von der man nicht das denkt, was einen erwartet, die aber nur teilweise Spannung verrät und manchmal etwas langgezogen wird. Der Schreibstil trägt nicht dazu bei, dass man dieses Buch gut weglesen kann.

1 Kommentar:

  1. Mir hat es auch nicht so gut gefallen, mir waren die Charaktere ebenso nicht wirklich symphatisch und die Handlung eher langweilig als spannend ;)
    LG, Sandrina

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