Donnerstag, 26. November 2015

[Kathy] Rezension - Ein Sommer in Tokio von Brenda St. John



Klappentext:
Die neunzehnjährige Zosia leidet sehr unter dem Tod ihrer Mutter. Als ihr Vater ihr verkündet, dass er einen Job in Japan angenommen hat, kommt ihr der Tapetenwechsel daher gerade recht. Dass sie ausgerechnet in Tokio auf Finn O‘Leary trifft, hat Zosia allerdings nicht erwartet. Finn ging auf ihre Highschool, wo er den Ruf als unnahbarer Einzelgänger hatte. Doch nun stellt Zosia fest, dass auch Finn eine Vergangenheit hat, vor der er davonläuft. Die beiden beschließen, gemeinsam die Stadt zu erkunden, und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Und spüren bald ganz deutlich, dass dieser Sommer unvergesslich werden könnte …




Meine Meinung:
Ich wollte dieses Buch schon den ganzen November über für eine Challenge lesen, aber irgendwie habe ich es immer vor mich her geschoben, weil es mich nicht so richtig gereizt hat. Dann habe ich es gestern doch in die Hand genommen. Die ersten 50 Seiten waren wirklich gut, haben mir Lust auf den Rest gemacht. Allerdings haben mich die restlichen Seiten wirklich überzeugt! Sehr berührend, voller Tiefgang und tolle Entwicklungen. Das Ende ist unheimlich rund und hat mich zu Tränen gerührt. Die Themen, die das Buch anspricht, sind sehr berührend und unheimlich traurig, aber sie passen zu dem ganzen Setting und sind sehr gut aufgehoben.

Zosia als Protagonistin ist für den Leser durch die Ich-Persepektive sehr erreichbar. Man lernt ihre Gedanken und Gefühle vom ersten Moment an kennen und sie zeigt direkt, wie zart, aber auch tough sie ist. Ich mochte sie wirklich sehr gerne. Auf der einen Seite kann man immer wieder mit ihr Schmunzeln, auf der anderen Seite zeigt sie aber auch Gefühle, wenn die Momente es zulassen. Vorallem aber hat sie eine wirklich tolle Entwicklung durchgemacht.
Finn ist am Anfang sehr unnahbar und ich weiß gar nicht genau, was ich von ihm halten soll. Aber dieser Charaktere macht eine sehr große Entwicklung durch. Er öffnet sich, zeigt Gefühle, weint, lacht, schluchzt und schleicht sich mit jeder Seite mehr in mein Herz. <3
Die Nebencharaktere sind für mich sehr durchwachsen. Ich mag Zosias Dad einfach nicht. Er wirkt gehetzt und unruhig, ist zu streng und bemerkt Zosia oft nicht. Dafür mag ich Finns Mutter Eloise. Ihre offene Art passt total zu Zosia. Zosias Freunde sind durchweg sehr herzlich und passend für die Rollen.
Das Cover ist schön, fällt aber nicht auf, ist eben nichts besonderes. Der Schreibstil ist unheimlich leicht und einfach. Ich bin nur so durch das Buch geflogen.

 
Fazit:
Ein wirklich tolles Buch mit sehr tiefen Gefühlen, ernsten Themen und tollen Charakterentwicklungen. Ich hatte sehr schöne Lesestunden mit diesem Exemplar!


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